Rina Banerjee

Referenzen an westliche und östliche Kulturen vermischen sich in den großformatigen, filigranen Materialassemblagen und den detailreichen Papierarbeiten von Rina Banerjee. Die 1963 in Kalkutta geborene Künstlerin wanderte mit ihrer Familie bereits als Kind in die USA aus, wo sie 1995 ihren Abschluss an der Yale University School of Art machte. Sie lebt bis heute in New York. Als Wanderer zwischen den Welten setzt sich Banerjee in ihrem Œuvre mit dem britischen Kolonialismus in Indien, mit der Wahrnehmung von Heimat und Fremde und der Suche nach kultureller Identität auseinander. Aus Alltagsmaterialien, wie Federn, Draht, Gewürzen, Plastikfolie, Regenschirmen und leuchtend farbigen Saristoffen, gestaltet die Künstlerin fantasievolle Gebilde, die von der Künstlichkeit durchdachten Designs bis zur Fassbarkeit des organischen Ursprungs reichen. In ihren farbintensiven Aquarellen, auf die Banerjee zusätzlich schimmernde Materialien appliziert, lässt die Künstlerin prachtvolle, von der indischen Märchenwelt inspirierte Szenarien entstehen, in denen geschmeidige Wesen mit überlangen Nägeln und wehendem Haar in exotischer Umgebung gefangen sind.