Sam Taylor Wood

Sam Taylor-Wood |Vereinigtes Königreich | „Kyoto Girl“ | 2002 | 300 cm x 220 cm x 90 cm | Digitaldruck auf Aluminium

In enigmatischen Bildern, energetisch aufgeladen und oftmals von Renaissance- oder Barockgemälden inspiriert, untersucht die 1967 in London geborene Fotografin und Videokünstlerin Sam Taylor-Wood die physischen und psychischen Befindlichkeiten unserer Gesellschaft. 1997 gewann Taylor-Wood, die am Goldsmiths College studierte und zum Kreis der sogenannten Young British Artists um Damian Hirst gezählt wird, auf der Biennale di Venezia den Illy-Preis, ein Jahr später folgte die Nominierung für den Turner Preis. In der Fotoserie „Crying Men“ (2002- 2004) gelangen Taylor-Wood ungewöhnliche Portraits bekannter Schauspieler in intimen, hochemotionalen Augenblicken. In ihrem Film „Still Life“ (2001), der im Zeitraffer die Verwesung eines Früchtearrangements vorführt, spielt die in London lebende Künstlerin ebenso mit den Naturgesetzen, wie in den Fotoserien „Self-Portrait suspended“ (2000-2001) oder „Falling“ (2003), die elegant in der Luft schwebende oder in Zeitlupe fallende Körper zeigen – Sinnbilder von Fragilität und Verletzlichkeit.